Photo by Helmut Strohmer
Harri Stojka - Gipsy Jazz Gitarrist
Contact:
Valerie Stojka
Gipsy Music association
gipsy.production@chello.at
tel: +431 419 9693, fax: +431 419 9693
mobil: 0043/664/24 36 545
Discography: www.harristojka.com
Infectious Gypsy Swing
Ein Geschenk für Harri Stojka von seinem Vater war eine Plastik Gitarre vom Jahrmarkt. Schon mit sechs Jahren übte auf Klein-Harri diese Gitarre eine große Faszination aus! Darum überlegte Harris Vater nicht lange und kaufte, ein seinem Alter entsprechendes Instrument. Eine so genannte Wandergitarre war ab diesem Zeitpunkt Objekt seines ganzen Interesses. Von Anfang an sagte sein Vater: „Du musst so lange üben, bis dir die Finger rauchen!“ Eines Tages meinte Harri: „Papa ich übe und übe, aber es kommt kein Rauch!?“ Diese Einstellung zum Instrument ist Harri Stojka 40 Jahre später immer noch geblieben.
Der Wiener Harri Stojka entstammt der weit verzweigten Lovara-Rom-Dynastie vom Stamm der Bagareschtschi, die vor 150 Jahren aus der Walachei kamen. Sein Vater und all seine Verwandten, die vor 1942 geboren wurden bekamen die mörderische Herrschaft der Nazis zu spüren. Von 200 Familienmitgliedern überlebten „nur“ 6 die Konzentrationslager, wie Auschwitz, Bergen Belsen, oder wie sie alle heißen. Sein Vater und sein Onkel überlebten, nach dem furchtbaren Leid im Konzentrationslager, den berüchtigten Todesmarsch. Harri und seine Schwestern sind zwar viel später geboren. Mit dem Leid und der Traurigkeit ihrer Eltern sind sie aber groß geworden. Immer noch ist diese Zeit spürbar. Deshalb ist es auch immer wieder Thema seiner Projekte.
Mit seinem Projekt „Garude Apsa“-2005- (zu Deutsch: Verborgene Tränen) erinnert er an die 60 jährige Befreiung der Menschen vom Terror Regime. Diese Produktion ist allen gewidmet, die Tränen vergossen haben! Sechzig Jahre nach der Befreiung vom Naziregime will diese CD an die musikalischen Wurzeln der Roma erinnern um der heutigen Generation, den Kindern und Enkeln der Überlebenden, Stolz und Mut für die Zukunft zu geben – in einem Europa, das in ihrer Kultur und Musik Wirklichkeit geworden ist lange bevor ein Verständnis der Einheit Europas bei anderen Völkern entstehen konnte.
Es gab ein Erlebnis in Harris Karriere, das eine große Wende in seinem Leben erwirkte: Er hörte ein Solo von Pat Martino. Pat Martinos „Modern Jazz Lines“ waren für Harri Stojka ein: Das will ich auch können - Erlebnis. Der nicht enden wollende Notenfluss in Martinos Spiel übte auf Harri eine unglaubliche Faszination aus. Django Reinhardt war es aber der Harri zur Überzeugung brachte: Django ist das größte Gitarren Genie aller Zeiten!
Jazz begann für Harri Stojka beim Bebop. Von Charlie Parker und Georg Benson lernte er sich unzählige Solos ein. Gitarristen die Harri Stojka prägten sind: Pat Martino, Georg Benson, Joe Pass und allen voran Django Reinhardt.
Harri Stojkas professionelle Laufbahn startete 1970 mit der Formation Jano + Harri Stojka in der Arena. Einige Zeit später ist der blutjunge Harri als Bassist in die Band von Karl Ratzer Gipsy-Love eingestiegen, um sich kurz danach wieder als Gitarrist bei Peter Wolfs "Objektiv Truth Orchestra" zu profilieren. Nach Auflösung dieser Band gründete er den ersten "Harri Stojka Express", der als einzige österreichische Gruppe neben Jimmi Cliff, Eric Burden, Van Morrison und Carlos Santana beim Open Air Festival im Wiener Prater Stadion aufgetreten ist. Kurz darauf folgte ein Angebot aus Montreux, dem Mekka aller Jazzmusiker, wo Harri Stojka neben Larry Coryell, im Rahmen des "Guitar-Summit" auftrat. Dieser Auftritt vor einem sehr kritisch versierten Fachpublikum, wo ihm auch Musikerkollegen der Weltklasse Lob und Anerkennung zollten, wurde zu einem großen Erfolg. Die dort aufgenommene LP "Live at Montreux" liefert ein eindrucksvolles Zeugnis dieses Ereignisses, dass sicherlich ein Schlüsselerlebnis in Harri Stojkas Karriere darstellt.
Spätestens seit dieser Zeit avancierte Harri Stojka zu einem der wichtigsten österreichischen Jazzmusiker.
Walter Richard Langer (Radio Sprecher und Musikredakteur bei Ö3) schrieb einmal über Harri Stojka: "Viel Bluesfeeling, immense gitarristische Technik, die mit soviel spielerischer Souveränität dargeboten wird, dass man sie fast für selbstverständlich nimmt."
2006 ist eine Produktions- Aufnahme (nun mit neuem Titel: A Tribute To Gipsy Swing) bei ZOHO Music in New York von Jochen Becker neu aufgelegt worden. In Deutschland wurde sie von renommierten Jazz Legenden innerhalb von nur einer Woche zum Deutschen Musik Kritiker Preis nominiert. Für diese Formation holte Harri Stojka seinen langjährigen Freund und Weggefährten Claudius Jelinek für die Rhythmus Gitarre, Heimo Wiederhofer für Snare, Beserl, Cymbal und Ivan Ruiz Machado mit dem Kontrabass. Mit diesem Projekt spielten sie schon auf vielen Festivals. Unter anderem beim legendären Jazzfestival in Montreux, wo sie gleich zwei Konzerte hintereinander geben mussten, beim Kahmoro Festival, Sziget Festival in Budapest, dem berühmten Django Reinhardt Memorial Festival in Augsburg, beim Grazer Jazz Festival, Salzburger Jazzfestival und viele andere mehr. Der absolute Höhepunkt heuer war aber die Einladung zum Jazzfestival in Jakarta für zwei Konzerte und einer anschließenden Konzert Tournee in Bali. Jazzfestival in Yogjakarta, Tunesien Jazz Festival, eine Einladung zum König von Ubud folgte. Eine fünf Wochen Indien Tournee mit Dreharbeiten für den Kinofilm: „Gypsy Spirit – Harri Stojka eine Reise“ und Konzertreise für drei Wochen nach China waren die heurigen Auslandsprojekte. Mehr Infos darüber findet man unter: http://www.gypsyspirit.at „Gypsy Spirit, Harri Stojka eine Reise“ wurde zum „Besten Kino Dokumentarfilm 2011“ mit einer „ROMY“ gekürt!
Mit der Band um Harri Stojka hörte man zum ersten Mal Euopäischen Jazz (Gipsy Jazz) sowohl in China, als auch in Indien.
Die Philosophie, die hinter seiner Musik steht ist ganz einfach Spaß, Freude an der Musik. Obwohl Harri Stojka bereits eine Vielzahl von Tonträgern machte, standen und stehen bei ihm Live Konzerte an oberster Stelle seiner künstlerischen Tätigkeit.
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